Allgemeine Geschäftsbedingungen
1. Allgemeines
1.1. Die feinweh UG (haftungsbeschränkt) (HRB 729836), Hauptstraße 81, 79104 Freiburg im Breisgau (nachfolgend „Verkäufer“) ist eine eigenständige juristische Person, die unter eigenem Namen und auf eigene Rechnung hochwertige Produkte im Bereich Einrichtung – insbesondere Möbel sowie passende Accessoires – anbietet und vertreibt.
1.2. Diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen (nachfolgend „AGBs“) regeln sämtliche Vertragsverhältnisse, Lieferungen und sonstigen Leistungen, die der Verkäufer über seinen Onlineshop erbringt. Entgegenstehende oder hiervon abweichende Bedingungen des Kunden finden keine Anwendung, es sei denn, ihrer Geltung wurde ausdrücklich und schriftlich zugestimmt. Individuelle Absprachen zwischen Verkäufer und Kunde haben dabei stets Vorrang.
1.3. Als „Verbraucher“ im Sinne dieser AGB gelten natürliche Personen, die ihre Bestellung zu Zwecken tätigen, die überwiegend weder ihrer gewerblichen noch ihrer selbständigen beruflichen Tätigkeit zugerechnet werden können.
1.4. „Unternehmer“ im Sinne dieser AGB sind natürliche oder juristische Personen bzw. rechtsfähige Personengesellschaften, die bei Abschluss eines Rechtsgeschäfts in Ausübung ihrer gewerblichen, selbständigen oder freiberuflichen Tätigkeit handeln.
1.5. Der Begriff „Kunden“ umfasst in diesen AGB sowohl Verbraucher als auch Unternehmer.
2. Vertragsinhalte und Vertragsschluss
2.1. Im Onlineshop bietet der Verkäufer den Kunden insbesondere Möbel und Accessoires der Marke „feinweh“ (nachfolgend „Produkte“ genannt) zum Kauf an. Darüber hinaus umfasst das Angebot auch Dienstleistungen, die in direktem Zusammenhang mit der Marke „feinweh“ stehen.
2.2. Sofern nicht ausdrücklich anders vermerkt, handelt es sich bei den angebotenen Produkten um neue bzw. neuwertige Ware. Werden Ausstellungsstücke, Einzelstücke aus Restbeständen oder gebrauchte Möbel und/oder Accessoires angeboten, so sind diese eindeutig als solche gekennzeichnet. Reduzierte Preise können darauf hinweisen, dass es sich um Ausstellungsstücke, Restposten oder gebrauchte Artikel handelt.
2.3. Die Darstellung von Produkten und/oder Dienstleistungen im Onlineshop stellt kein bindendes Angebot zum Vertragsabschluss dar, sondern eine unverbindliche Einladung an den Kunden, seinerseits ein Angebot abzugeben. Mit dem Absenden einer Bestellung im Onlineshop – etwa durch Anklicken des Buttons „Kaufen“ – gibt der Kunde ein verbindliches Angebot zum Abschluss eines Kaufvertrags über die im Warenkorb befindlichen Produkte und/oder Dienstleistungen ab (nachfolgend „Vertragsangebot“ genannt). Gleichzeitig erklärt der Kunde mit Abgabe dieses Vertragsangebots sein Einverständnis mit der Geltung der vorliegenden AGB.
2.4. Erhält der Kunde vom Verkäufer eine E-Mail mit dem Hinweis auf den Eingang der Bestellung, so stellt dies noch keine Annahme des Vertragsangebots dar, sondern dient lediglich der Bestätigung des Zugangs der Bestellung beim Verkäufer (nachfolgend „Eingangsbestätigung“ genannt). Auch weiterführende Informationen über Verfügbarkeit und/oder Lieferfristen in einer E-Mail gelten nicht als Annahme des Vertragsangebots.
2.5. Ein rechtsverbindlicher Vertrag kommt erst dann zustande, wenn der Verkäufer das Vertragsangebot ausdrücklich annimmt. Dies erfolgt durch eine E-Mail, in der die Bestellung bestätigt wird und in der die bestellten Produkte und/oder Dienstleistungen sowie der jeweils zugehörige Kaufpreis ausdrücklich genannt werden (nachfolgend „Vertragsannahme“ genannt). Die Annahme bezieht sich ausschließlich auf die in dieser E-Mail aufgeführten Leistungen.
2.6. Der Kunde ist berechtigt, sein Vertragsangebot zurückzuziehen und die Bestellung zu stornieren, wenn
a) innerhalb von fünf Werktagen keine E-Mail mit der Vertragsannahme durch den Verkäufer beim Kunden eingeht und/oder
b) nicht sämtliche vom Kunden bestellten Produkte und/oder Dienstleistungen in der Vertragsannahme aufgeführt sind und/oder
c) die bestellten Produkte und/oder Dienstleistungen nicht innerhalb der im Onlineshop genannten Fristen geliefert werden können.
Zur Ausübung dieses Rücktrittsrechts hat der Kunde eine E-Mail an [info@feinweh.de] zu senden, aus der die Stornierung eindeutig hervorgeht. In den Fällen gemäß Ziffer 2.6 b) und 2.6 c) ist die Stornierung spätestens zehn Werktage nach Zugang der Vertragsannahme zu erklären.
2.x. Einbeziehung der AGB
Der Verkäufer macht die AGB im Onlinebestellprozess gut sichtbar, verlinkt sie deutlich und weist den Kunden vor Abgabe seiner Bestellung ausdrücklich auf die Geltung dieser AGB hin (z. B. durch Checkbox oder klare Erklärung). Mit der Abgabe der Bestellung erklärt der Kunde sein Einverständnis; damit werden die AGB gemäß § 305 BGB wirksam in den Vertrag einbezogen. Industrie- und Handelskammer+1
3. Änderungsvorbehalt
3.1. Serienmäßig gefertigte Produkte, insbesondere Möbelstücke, werden – auch wenn sie auf individuelle Kundenwünsche hin angepasst oder konfiguriert werden – stets anhand von Mustern und/oder Abbildungen angeboten. Vor dem Kauf hat der Kunde die Möglichkeit,
– Produktabbildungen gemeinsam mit den zugehörigen Beschreibungen einzusehen. Dabei ist zu berücksichtigen, dass etwaige technische Abweichungen (z. B. durch unterschiedliche Bildschirmdarstellungen) die Wiedergabe beeinflussen können;
– Farben, Materialstrukturen sowie sonstige Eigenschaften vorab durch einen Besuch bei der feinweh UG (haftungsbeschränkt) oder durch Anforderung einer Mustermappe zu prüfen.
3.2. Handelsübliche und dem Kunden zumutbare Abweichungen in Farbe und Struktur – etwa bei Materialien wie Holz, Metall, Stein, Marmor, Granit, Keramik, Textilien oder Leder – bleiben vorbehalten, insbesondere bei handwerklich hergestellten Produkten. Dasselbe gilt für geringfügige, marktübliche Maßtoleranzen. Macht der Kunde fehlerhafte Angaben, insbesondere zu Maßen, Farben oder Materialien, so begründet dies weder ein Rücktrittsrecht vom Vertrag noch ein Zurückbehaltungsrecht hinsichtlich des Kaufpreises.
4. Preise und Zahlungsmodalitäten
4.1. Für Bestellungen, die über den Onlineshop getätigt werden, gelten die jeweils dort ausgewiesenen Preise. Diese verstehen sich einschließlich der jeweils geltenden gesetzlichen Mehrwertsteuer.
4.2. Zuzüglich zu den Produktpreisen können Liefer- und/oder Montagekosten anfallen. Diese werden dem Kunden vor Abgabe seiner Bestellung im Onlineshop transparent angezeigt.
4.3. Die Lieferung von Produkten und/oder die Erbringung von Dienstleistungen infolge einer Onlinebestellung erfolgt grundsätzlich nur gegen Vorauszahlung. Etwaige Zusatzleistungen, die auf ausdrücklichen Wunsch des Kunden erbracht werden, sind spätestens bei Übergabe bzw. Abnahme zur Zahlung fällig.
4.4. Gerät der Kunde mit fälligen Zahlungen in Verzug, ist der Verkäufer berechtigt, Schadensersatz nach Maßgabe der gesetzlichen Vorschriften geltend zu machen und/oder vom Vertrag zurückzutreten.
4.5. Der Verkäufer stellt dem Kunden in jedem Fall eine Rechnung aus. Diese wird dem Kunden entweder vor oder spätestens bei Auslieferung der Produkte bzw. Erbringung der Dienstleistungen übergeben oder in Textform übermittelt.
5. Lieferung und Gefahrübergang
5.1. Sofern nichts Abweichendes vereinbart wurde, erfolgt die Lieferung der bestellten Produkte und/oder die Erbringung der Dienstleistungen an die vom Kunden im Rahmen der Bestellung angegebene Lieferadresse.
5.2. Der Kunde ist verpflichtet, den Verkäufer bei der Bestellung über alle Umstände zu informieren, die für eine reibungslose Lieferung relevant sind oder diese behindern bzw. unmöglich machen könnten. Unterbleibt eine solche Mitteilung oder beruhen übermittelte Angaben auf Fehlern des Kunden, so hat dieser dem Verkäufer hieraus entstehende Kosten oder Schäden zu ersetzen. Der Kunde ist zudem verpflichtet, bei Lieferung einen ungehinderten Zugang sicherzustellen, insbesondere durch Freihalten der Anlieferwege.
5.3. Angaben zur Verfügbarkeit sowie zu voraussichtlichen Lieferzeiten sind den jeweiligen Produkt‑ bzw. Dienstleistungsbeschreibungen im Onlineshop zu entnehmen. Sofern nicht ausdrücklich anders vereinbart, erfolgt die Lieferung innerhalb eines Zeitraums von 45 bis 60 Tagen nach vollständigem Zahlungseingang. Etwaige Angaben zu Lieferfristen erfolgen unverbindlich, es sei denn, ein konkreter Liefertermin wurde vom Verkäufer ausdrücklich und schriftlich zugesagt.
5.4. Der Verkäufer ist berechtigt, Teillieferungen vorzunehmen, sofern diese der zügigen Vertragsabwicklung dienen und dem Kunden zumutbar sind. Hieraus entstehende Mehrkosten werden nicht an den Kunden weitergegeben.
5.5. Sollte die Lieferung der Produkte dadurch unmöglich werden, dass eine Selbstbelieferung durch feinweh und/oder dessen Zulieferer ausbleibt, behält sich der Verkäufer das Recht vor, vom Vertrag zurückzutreten. Voraussetzung hierfür ist, dass den Verkäufer kein Verschulden trifft und rechtzeitig ein sogenanntes kongruentes Deckungsgeschäft abgeschlossen wurde. Im Falle einer ausbleibenden Lieferung wird der Kunde unverzüglich informiert; bereits geleistete Zahlungen, einschließlich etwaiger Versandkosten, werden in diesem Fall vollständig erstattet.
5.6. Die Gefahr eines zufälligen Untergangs oder einer zufälligen Verschlechterung der Produkte geht mit Übergabe der Ware auf den Kunden über.
6. Lieferkonditionen
6.1. Sofern der Kunde eine Lieferung von Produkten bestellt, werden die entsprechenden Lieferfristen noch vor Abschluss des Bestellvorgangs im Onlineshop angezeigt. Die Lieferfrist beginnt am Tag nach Erteilung des Zahlungsauftrags durch den Kunden an sein Kreditinstitut und endet mit Ablauf des letzten Tages der im Bestellvorgang angegebenen Lieferfrist. Fällt dieser Tag auf einen Samstag, Sonntag oder einen staatlich anerkannten Feiertag am Lieferort, so verschiebt sich das Fristende auf den nächstfolgenden Werktag.
6.2. Sollte der Verkäufer die angegebene Lieferfrist nicht einhalten können, ist der Kunde verpflichtet, eine angemessene Nachfrist von mindestens sechs Wochen zu gewähren. Diese Frist beginnt entweder mit dem Zugang einer schriftlichen Inverzugsetzung durch den Kunden oder, sofern eine feste Lieferfrist vereinbart wurde, mit deren Ablauf. Geht die Lieferung auch innerhalb dieser Nachfrist nicht beim Kunden ein, ist dieser berechtigt, vom Vertrag zurückzutreten.
6.3. Betriebsstörungen beim Verkäufer oder dessen Zulieferern, etwa infolge von Arbeitskämpfen (z. B. Streik oder Aussperrung) oder aufgrund höherer Gewalt, die auf einem unvorhersehbaren und unverschuldeten Ereignis beruhen, führen zu einer entsprechenden Verlängerung der Lieferzeiten. Sollte das Leistungshindernis mehr als sechs Wochen über die ursprünglich vereinbarte Lieferzeit hinaus andauern, steht dem Kunden ein Rücktrittsrecht vom Vertrag zu. Darüber hinausgehende Ansprüche, insbesondere Schadensersatz, sind in diesem Fall ausgeschlossen.
6.4. Die Lieferung erfolgt ausschließlich innerhalb des Gebietes der Bundesrepublik Deutschland, ausgenommen hiervon sind alle deutschen Inseln.
6.5. Die Höhe der Lieferkosten richtet sich nach Produktkategorie sowie der Entfernung zwischen dem Auslieferungslager und dem Empfänger. Die jeweils geltenden Gebühren sind dem Onlineshop zu entnehmen. Der Kunde ist berechtigt, eine Lieferung ohne Angabe von Gründen abzulehnen.
6.6. Ist im Rahmen der Lieferung auch eine Montage vorgesehen, so umfasst diese keine Elektroarbeiten – insbesondere nicht das Anbringen oder Anschließen von Leuchten – sowie keine Arbeiten an wasserführenden Systemen. Damit ausgeschlossen ist der Anschluss von Küchen- und Sanitäreinrichtungen jeglicher Art. Der Verkäufer haftet jedoch auch bei Lieferung mit Montage für Schäden, die während Transport oder Montage verursacht werden, soweit sie auf sein Verschulden oder das seiner Erfüllungsgehilfen zurückzuführen sind. Eine ausschließliche Haftung bis zur Übergabe an das Transportunternehmen wird nicht übernommen und ist gemäß § 307 BGB unwirksam. BIEG Hessen
7. Eigentumsvorbehalt
Die gelieferten Produkte verbleiben bis zur vollständigen Erfüllung sämtlicher Ansprüche aus dem jeweiligen Vertragsverhältnis im Eigentum des Verkäufers. Handelt es sich beim Kunden um eine juristische Person des öffentlichen Rechts, ein öffentlich-rechtliches Sondervermögen oder einen Unternehmer, der im Rahmen seiner gewerblichen oder selbstständigen beruflichen Tätigkeit handelt, bleibt das Eigentum darüber hinaus bis zum vollständigen Ausgleich sämtlicher Forderungen aus der laufenden Geschäftsbeziehung beim Verkäufer.
8. Verlängerter Eigentumsvorbehalt
8.1. Sofern der Kunde eine juristische Person des öffentlichen Rechts, ein öffentlich-rechtliches Sondervermögen oder ein Unternehmer ist, der den Vertrag in Ausübung seiner gewerblichen oder selbständigen beruflichen Tätigkeit abschließt, gelten zusätzlich die nachfolgenden Bestimmungen.
8.2. Dem Kunden ist es im Rahmen eines ordnungsgemäßen Geschäftsbetriebs gestattet, die unter Eigentumsvorbehalt stehenden Waren weiterzuveräußern. Der Verkäufer behält sich jedoch das Recht vor, diese Zustimmung zu widerrufen – insbesondere im Fall des Zahlungsverzugs – und in einem solchen Fall vom Vertrag zurückzutreten sowie die Herausgabe der gelieferten Waren zu verlangen.
8.3. Der Kunde tritt bereits jetzt sämtliche Forderungen aus der Weiterveräußerung der unter Eigentumsvorbehalt stehenden Produkte in Höhe des mit dem Verkäufer vereinbarten Rechnungsendbetrags (inklusive Umsatzsteuer) an den Verkäufer ab. Dies gilt unabhängig davon, ob die Vorbehaltsware im verarbeiteten oder unverarbeiteten Zustand weiterveräußert wird. Der Kunde bleibt zur Einziehung der abgetretenen Forderungen ermächtigt, solange er seinen Zahlungsverpflichtungen ordnungsgemäß nachkommt, nicht in Verzug gerät und weder ein Insolvenzantrag gestellt noch die Zahlung eingestellt wurde. Der Verkäufer ist berechtigt, die abgetretenen Forderungen selbst einzuziehen, wird davon jedoch absehen, solange keine der vorgenannten Voraussetzungen eingetreten ist.
8.4. Der Verkäufer verpflichtet sich, auf Verlangen des Kunden Sicherheiten insoweit freizugeben, als deren realisierbarer Wert die zu sichernden Forderungen um mehr als 20 % übersteigt.
9. Annahmeverzug
9.1. Verweigert der Kunde nach Ablauf einer ihm gesetzten angemessenen Nachfrist – die unter Androhung eines Rücktritts vom Vertrag oder der Geltendmachung von Schadenersatz statt der Leistung ausgesprochen wurde – die Zahlung und/oder Annahme oder erklärt ausdrücklich, die Leistung nicht entgegennehmen zu wollen, oder bleibt ohne Reaktion, so bleibt der Anspruch des Verkäufers auf Vertragserfüllung grundsätzlich bestehen. Der Verkäufer ist jedoch berechtigt, stattdessen vom Vertrag zurückzutreten und/oder Schadenersatz statt der Leistung geltend zu machen.
9.2. Macht der Verkäufer im Fall des Annahmeverzugs Schadenersatz statt der Leistung geltend, kann er pauschalierte Kosten in Höhe von 25 % des Kaufpreises ohne Abzüge fordern. Dies gilt nicht, sofern der Kunde nachweist, dass dem Verkäufer entweder kein Schaden oder ein geringerer Schaden als die Pauschale entstanden ist.
9.3. Dem Verkäufer bleibt es unbenommen, anstelle der Pauschale einen konkret höheren Schaden nachzuweisen und geltend zu machen – etwa bei individuell gefertigten Produkten oder Sonderbestellungen.
9.4. Verzögert sich die Annahme um mehr als eine Woche, so ist der Kunde verpflichtet, anfallende Lagerkosten zu übernehmen. Der Verkäufer ist berechtigt, für die Einlagerung ein Speditionsunternehmen zu beauftragen.
10. Rücktritt
Der Verkäufer ist nicht zur Lieferung verpflichtet, wenn die Produktion eingestellt wurde, höhere Gewalt eintritt oder der Kunde unzutreffende Angaben gemacht bzw. fällige Zahlungen nicht leistet.
11. Warenrücknahme
Im Rücktrittsfall kann der Verkäufer Ersatz für Transport-, Montage- und Wertminderungskosten verlangen. Pauschalen für Möbel und Polstermöbel richten sich nach Nutzungsdauer.
12. Zurückbehaltungsrecht
Der Kunde darf ein Zurückbehaltungsrecht nur geltend machen, soweit es auf demselben Vertragsverhältnis beruht.
13. Haftung für Sach- und Rechtsmängel
Mängelrechte richten sich nach den gesetzlichen Vorschriften mit den folgenden Einschränkungen:
– Verbraucher: 2 Jahre bei Neuware, 1 Jahr bei Gebrauchtware.
– Unternehmer: 1 Jahr bei Neuware, keine Gewährleistung bei Gebrauchtware.
Die Haftung entfällt bei unsachgemäßer Handhabung.
14. Informationspflichten bei Transport- und Montageschäden
Offensichtliche Schäden sind unverzüglich dem Spediteur zu melden und dem Verkäufer mitzuteilen.
15. Haftungsausschluss
Der Verkäufer haftet bei Vorsatz und grober Fahrlässigkeit uneingeschränkt. Bei leichter Fahrlässigkeit nur bei Verletzung wesentlicher Vertragspflichten und begrenzt auf den vorhersehbaren Schaden. Die Haftung für Schäden an Leben, Körper, Gesundheit sowie nach dem Produkthaftungsgesetz bleibt unberührt.
16. Widerrufsrecht für Verbraucher
Widerrufsbelehrung
Verbraucher haben das Recht, binnen vierzehn Tagen ohne Angabe von Gründen diesen Vertrag zu widerrufen.
Die Widerrufsfrist beträgt vierzehn Tage ab dem Tag, an dem der Verbraucher oder ein von ihm benannter Dritter, der nicht Beförderer ist, die Waren in Besitz genommen hat.
Um das Widerrufsrecht auszuüben, muss der Verbraucher den Verkäufer (feinweh UG (haftungsbeschränkt), Hauptstraße 81, 79104 Freiburg im Breisgau, E-Mail: info@feinweh.de) mittels einer eindeutigen Erklärung (z. B. ein mit der Post versandter Brief oder eine E-Mail) über den Entschluss, diesen Vertrag zu widerrufen, informieren.
Zur Wahrung der Widerrufsfrist reicht es aus, dass die Mitteilung über die Ausübung des Widerrufsrechts vor Ablauf der Widerrufsfrist abgesendet wird.
Folgen des Widerrufs
Wenn der Verbraucher diesen Vertrag widerruft, hat der Verkäufer alle Zahlungen, die er vom Verbraucher erhalten hat, einschließlich der Lieferkosten (mit Ausnahme der zusätzlichen Kosten, die sich daraus ergeben, dass der Verbraucher eine andere Art der Lieferung als die vom Verkäufer angebotene, günstigste Standardlieferung gewählt hat), unverzüglich und spätestens binnen vierzehn Tagen ab dem Tag zurückzuzahlen, an dem die Mitteilung über den Widerruf dieses Vertrags beim Verkäufer eingegangen ist.
Für diese Rückzahlung verwendet der Verkäufer dasselbe Zahlungsmittel, das der Verbraucher bei der ursprünglichen Transaktion eingesetzt hat, es sei denn, mit ihm wurde ausdrücklich etwas anderes vereinbart; in keinem Fall werden dem Verbraucher wegen dieser Rückzahlung Entgelte berechnet.
Der Verkäufer holt die Waren ab. Der Verbraucher muss für einen etwaigen Wertverlust der Waren nur aufkommen, wenn dieser Wertverlust auf einen zur Prüfung der Beschaffenheit, Eigenschaften und Funktionsweise der Waren nicht notwendigen Umgang mit ihnen zurückzuführen ist.
Ausschluss des Widerrufsrechts
Das Widerrufsrecht besteht nicht bei Verträgen zur Lieferung von Waren, die nach Kundenspezifikation angefertigt werden oder eindeutig auf die persönlichen Bedürfnisse zugeschnitten sind.
Muster-Widerrufsformular
(Wenn Sie den Vertrag widerrufen wollen, dann füllen Sie bitte dieses Formular aus und senden Sie es zurück.)
– An: feinweh UG (haftungsbeschränkt), Hauptstraße 81, 79104 Freiburg im Breisgau, E-Mail: info@feinweh.de
– Hiermit widerrufe(n) ich/wir () den von mir/uns () abgeschlossenen Vertrag über den Kauf der folgenden Waren ()/die Erbringung der folgenden Dienstleistung ()
– Bestellt am ()/erhalten am ()
– Name des/der Verbraucher(s)
– Anschrift des/der Verbraucher(s)
– Unterschrift des/der Verbraucher(s) (nur bei Mitteilung auf Papier)
– Datum
(*) Unzutreffendes streichen.
17. Anwendbares Recht, Gerichtsstand
17.1. Ist der Kunde kein Verbraucher und wurde nichts Abweichendes vereinbart, so gilt Freiburg im Breisgau als Leistungs‑ und Erfüllungsort für sämtliche Verpflichtungen aus dem Vertragsverhältnis.
17.2. Die vertraglichen Beziehungen zwischen dem Verkäufer und dem Kunden unterliegen dem Recht der Bundesrepublik Deutschland. Bei Verbrauchern gilt diese Rechtswahl nur, sofern dadurch der Schutz zwingender Bestimmungen des Rechts des Staates, in dem der Verbraucher seinen gewöhnlichen Aufenthalt hat, nicht entzogen wird. Die Anwendung des UN‑Kaufrechts (CISG) ist ausgeschlossen.
17.3. Gerichtsstand für alle Streitigkeiten aus dem Vertragsverhältnis ist Freiburg im Breisgau, sofern der Kunde Kaufmann, juristische Person des öffentlichen Rechts oder ein öffentlich-rechtliches Sondervermögen ist. Gleiches gilt, wenn der Kunde keinen allgemeinen Gerichtsstand im Inland hat, seinen Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt nach Vertragsschluss ins Ausland verlegt oder sein Wohnsitz bzw. gewöhnlicher Aufenthalt zum Zeitpunkt der Klageerhebung nicht bekannt ist. In allen anderen Fällen richtet sich der Gerichtsstand nach dem Wohnsitz des Kunden.
17.4. Hinweis zur Online‑Streitbeilegung
Die Europäische Kommission stellt eine Plattform zur Online‑Streitbeilegung (OS‑Plattform) zur Verfügung, die hiermit genannt wird. Der Verkäufer stellt den entsprechenden Link (https://ec.europa.eu/consumers/odr) auf Anfrage zur Verfügung, auch wenn die Verpflichtung zur Verlinkung voraussichtlich im Juli 2025 endet.
